handicapnull.de - Golfschule und Golfportal

Slice, Hook & Co. PDF Drucken E-Mail


Slice, Hook, Fade, Draw, Push Slice und Pull Hook bilden die am häufigsten auftretenden Flugkurven des Golfballs. Nachfolgend werde ich Ihnen erklären, wie diese Flugkurven zustandekommen. Die Betrachtung entspricht wie gewohnt der eines Rechtshänders.

 

Der gerade Schlag
Das wohl am seltensten auftretende Golfphänomen - und ein Sonderfall der Flugkurve - ist der gerade Schlag. Dieser entsteht, wenn die Schlagfläche genau rechtwinklig zur Ziellinie auf den Ball trifft. Von diesem Sonderfall lassen sich alle anderen Flugkurven ableiten.

 

Gerader Schlag

 

Der Slice
Für den klassischen Slice zeichnet sich ein offenes Schlägerblatt bei korrekter Schwungbahn verantwortlich. Das offene Schlägerblatt versetzt den Ball in Rotation. Durch die hohe kinetische Energie nach dem Treffmoment wird sich der Ball erst auf der Linie der Schwungbahn bewegen. Mit nachlassen der Geschwindigkeit des Balles, wird der Einfluss der Rotation stärker und der Ball biegt nach rechts ab. Beim Slice landet der Ball rechts vom Ziel.

 

Slice

 

Der Hook
Der Hook ist der Gegenspieler des Slice. Er wird durch ein geschlossenes Schlägerblatt bei korrekter Schwungbahn hervorgerufen. Analog zum Slice startet der Ball zunächst gerade, wird aber mit abnehmender Geschwindigkeit zunehmend nach links abdriften. Beim Hook landet der Ball links vom Ziel.

 

Hook

 

Der Fade
Mit Fade bezeichnet der Golfer einen Ballflug, der zunächst links vom Ziel startet, dann aber eine dezente Rechtskurve beschreibt, um genau im anvisierten Ziel zu landen - naja, sagen wir annähernd genau. Grund: Die Schwungbahn zeigt beim Fade links am Ziel vorbei (outside-in lautet der Fachterminus), weswegen der Ball aufgrund seiner hohen Bewegungsenergie nach dem Treffer auch erstmal in diese Richtung startet. Durch den Verlauf der Schwungbahn wird der Ball aber in eine Rechtsrotation versetzt, welche den Ball zurück in Richtung Ziel befördert.

 

Fade

 

 

Der Draw
Auch der Draw hat, genau wie der Fade, seine Ursache in einer vom Ziel wegzeigenden Schwungbahn (beim Draw lautet der Fachbegriff für diese Schwungbahn inside-out). Der Ball startet zunächst rechts vom Ziel, wirr dann aber eine Linkskurve beschreiben und in der Nähe des Ziel landen. D.h., auch beim Draw startet der Ball in Richtung der Schwungbahn und landet dort, worauf das Schlägerblatt zielt.

 

Draw

 

Der Push Slice
Der Push Slice ist ein unangenehmer Vertreter seiner Zunft. Er kommt zustande, wenn die Schwungbahn rechts und das Schlägerblatt noch weiter rechts des anvisierten Zieles zeigt. Durch die inside-out Schwungbahn wird der Ball rechts vom Ziel starten. Das offene Schlägerblatt bewirkt eine Rechtsrotation des Balles, welche eine zusätzliche Abweichung nach rechts zur Folge hat. In diesem Fall ergibt "Minus mal Minus" nicht Plus, sondern bewirkt in den meisten Fällen den Verlust eines Golfballes.

Push Slice

 

Der Pull Hook
Auch beim Pull Hook treffen zwei denkbar ungünstige Umstände aufeinander. Dies ist zum Einen eine outside-in Schwungbahn, welche ein Starten des Balles links des Zieles bewirkt und zum Anderen ein geschlossenes Schlagerblatt, welches den Ball in Linksrotation versetzt und den Ball somit eine Linkskurve beschreiben lässt. Die Auswirkung ist nicht ganz so verheerend wie beim Push Slice, da das geschlossene Schlägerblatt keine hohe Flugbahn ermöglicht und der Golfball schneller wieder auf den Boden trifft. Empfehlenswert ist ein Pull Hook dennoch nicht.

 

Pull Hook

 

 
 

Top Buch!

Anmelden



Anzeige

Zitate

"Limettengrüne Hosen und Schuhe aus Krokoleder - der Golfplatz ist der einzige Ort, wo ich wie ein Zuhälter rumlaufen kann, ohne weiter aufzufallen."
Samuel L. Jackson

Anzeige

Regelkunde

Unbewegliches Hemmnis - 24

bei Erleichterung keine Strafe.
Bei Regelverstoß: 2 Strafschläge bzw. Lochverlust.

a) Erleichterung durch droppen bei Behinderung von Stand und Schwung z. B. bei Entfernungspfosten, Hindernispfosten, Sprengwasserauslässe und Wegen (mit künstlichen Oberflächen), Bänken, Zäune etc. 
b) Nächstliegenden Punkt ohne Behinderung suchen ( nicht auf das Grün oder ins Hindernis), nicht näher zur Fahne
c) Eine Schlägerlänge (der Schläger mit dem weitergespielt wird) markieren, innerhalb droppen
d) Nächsten Punkt nicht über, unter oder durch Hemmnis suchen

Golfnews