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Gerader schlagen PDF Drucken E-Mail


OopsWie die verschiedenen Ballflugkurven zustande kommen, konnten Sie in der Übersicht lesen. Doch wie wird man eine unerwünschte Kurve los? So ein Slice im Drive kann auf Dauer ganz schön nerven, da er die Schlaglänge und Genauigkeit negativ beeinflusst.

 

Festzustellen, was die Ursache Ihres Slices oder Hooks ist, ist per Ferndiagnose nicht möglich. Dies liegt in der Vielzahl verschiedener Ursachen begründet. Ein sicherer Tipp ist allerdings meist ein Fehler in der Ansprechposition oder ein Fehler im Golfgriff. Die Links führen Sie zu den entsprechenden Artikeln in der Golfschule.

Zur Erinnerung: Eine starke rechte Hand am Griff unterstützt einen Hook, eine schwache rechte Hand dagegen, einen Slice.

Hilfreich ist mit Sicherheit professionelle Unterstützung eines Golflehrers. Sie können jedoch auch mit einfachen Mitteln selbst herausfinden, warum Ihre Bälle ungewollt abbiegen!

Die meisten Golfspieler versuchen ein Problem in Ihrem Schwung auf der Driving Range zu beheben. Das ist auch gut und richtig, denn dazu ist die Driving Range da! Nur zweifle ich die Sinnhaftigkeit der angewandten Methoden an. Zwei oder drei Eimer Bälle auf der Range zu verkloppen, in der Hoffnung, dass sich irgendwann ein gerader Ballflug einstellt, ist nicht zielführend. Wahrscheinlicher ist sogar, dass sich durch dieses Training der Fehler weiter festsetzt.
Selbst mit dem Wissen um ein geöffnetes oder geschlossenes Schlägerblatt im Treffmoment, fischen Sie im Trüben, da Ihnen nur das Symptom, nicht aber die Ursache bekannt ist. Vielleicht gelingen Ihnen ein paar schöne Treffer - doch warum? Der Unterschied zwischen einem geraden Schlag und einem kurvigen ist oft marginal.

Deshalb empfehle ich Ihnen eine Radikalkur!

Wenn Sie Ihren Slice loswerden möchten, dann gehen Sie mit dem Vorsatz auf die Driving Range, einen Hook zu schlagen. Vielleicht wissen Sie nicht wie man einen Hook schlägt, doch wissen Sie, wie ein Hook aussieht. Gehen Sie nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip vor und bewerten Sie das Ergebnis.

Das könnte z.B. so aussehen:

Schlagen Sie je drei Bälle mit kleinen Änderungen.

  • Breiterem und schmalerem Stand
  • Ball weiter vom rechten und weiter vom linken Fuß
  • Gewicht mehr rechts und mehr links
  • Gewicht mehr auf den Fußballen und mehr auf der Ferse
  • Gehen Sie etwas mehr in die Knie und stehen Sie aufrechter
  • Etwas offener und etwas geschlossener Stand
  • Drehen Sie die Hüften stärker und schwächer
  • Holen Sie etwas steiler und etwas flacher aus

usw.

Sie müssen kein Golfprofessor sein, um Verbesserungen und Verschlechterungen bemerken zu können. So kann es Ihnen passieren, dass Sie nach einer Stunde feststellen dass Sie einen wunderbaren Hook schlagen, wenn Sie Ihren Ball viel weiter zum linken Fuß legen und dabei Ihren Schwerpunkt über dem rechten Fuß zentrieren.
Wenn Sie so weit gekommen sind, dann können Sie die Änderungen langsam zurückfahren, bis auch der Hook verschwindet. Tatta!

Die Gefahr, dass Sie dabei einen Fehler mit mehreren anderen kompensieren, ist gegeben, doch ist das nicht sehr wahrscheinlich. Vielleicht wird Ihr Ball die von Ihnen gewünschte Kurve beschreiben, doch haben Sie dann ein Problem mit der Länge des Schlages. Ich glaube nicht, dass Sie einen bedeutend kürzeren Schlag als Erfolg verbuchen würden, oder?

 
 

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"Golfplatzarchitekten machen mich krank. Die können selber nicht spielen und legen darum die Golfplätze so an, dass alle anderen auch nicht spielen können."
Sam Snead

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